Europe 4 Refugees

Follow the routes…

Das Projekt Europe 4 Refugees – follow the routes…ist eine strategische Partnerschaft/Key action 2 zur Vernetzung und zumAustausch von Best Practice für Weiterbildner*innen in der Arbeit mit Geflüchteten in Europa.

Flüchtende

… überschreiten die südlichen und östlichen europäischen Grenzen und verbleiben in den Erstaufnahmeländern oderwandern weiter in Richtung Mittel- oder Nordeuropa. Die Aufnahmebedingungen, Rechtssituation und Integrationsbemühungenvon Geflüchteten sind in den europäischen Ländern zumeist unterschiedlich. Ebenso verschieden ist der Grad der Unterstützungdurch staatliche, kommunale oder zivilgesellschaftliche ehrenamtliche Strukturen. Schließlich gibt es auch unterschiedliche Ansätzezur Unterbringung von Geflüchteten, angefangen von Transitzonen über Ansiedlung in genossenschaftlich organisierten Wohn- undLernprojekten im ländlichen Bereich bis hin zu Unterbringung in Übergangseinrichtungen und Wohnungen in städtischenBallungsgebieten. Flüchtende, die mit mehr oder weniger langem Zwischenaufenthalt durch Transitländer reisen, finden alsounterschiedlichste Bedingungen in den europäischen Ländern vor und müssen sich unter Umständen mehrfach neu orientieren.Fachpersonal der allgemeinen Weiterbildung unterstützt und realisiert in Projekten und regelmäßigen Angeboten die soziale,strukturelle und sprachliche Integration der sehr heterogenen Gruppen von Geflüchteten durch Kurse, Beratung und temporäreAngebote mit verschiedenstem Inhalt. Ziel ist hier immer, erwachsenen Geflüchteten vielfältige Basis- oder Fachkompetenzen fürihre weitere Zukunft zu vermitteln und sie entsprechend, auch unabhängig von ihrer Bleibeperspektive, zu beraten.

Im Projekt Europe 4 Refugees – follow the routes

… treffen Mitarbeitende aus der Arbeit mit Geflüchteten aus fünf Süd-, Mittel-, NordundOsteuropäischen Ländern (Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien und Norwegen) im Zeitraum von 27 Monaten zumAustausch über diese Modelle zu Kurzzeit- Trainingsaktivitäten als Fortbildungen für Erwachsenenbildner*innen in den fünfLändern zusammen. Die Idee ist, die Fluchtrouten und Aufenthaltsstationen von Geflüchteten innerhalb Europas aus demBlickwinkel von Weiterbildung nach zu verfolgen. Die sieben beteiligten Partnerorganisationen (je zwei aus Griechenland, RegionThessaloniki/Insel Lesvos und Deutschland, Dortmund und Hitzacker, je eine aus Italien, Region Apulien, aus Ungarn, Budapest undaus Norwegen, Oslo) sind non-for-profit und profit- Weiterbildungseinrichtungen, zivilgesellschaftliche Assoziationen,Genossenschaften und NGO, alle in der mittelbaren oder unmittelbaren Arbeit mit Geflüchteten oder mit der meist ehrenamtlichenHelferstruktur tätig. Die Partner sind fast paritätisch in städtischen Ballungsgebieten und in ländlichen Regionen aktiv, was einezusätzliche Qualität für den Austausch guter Beispiele darstellt.

In gemeinsamen Kurzzeit-Lern-Aktivitäten

… in jedem der fünf Länder werden die Projektbeteiligten in je dreitägigen Workshops neuePerspektiven entwickeln. Dies geschieht durch eine Kombination aus Seminar Einheiten mit Experten, Vor-Ort Hospitationsbesuchenbei NGO und Bildungsträgern und Dialogveranstaltungen mit örtlichen Verantwortlichen der Flüchtlingsarbeit mit anschließendenTransfer- und Auswertungs- Units. Durch den Austausch über die Arbeit in den beteiligten europäischen Ländern erhalten sieinterkulturelle Sensibilisierung, länderübergreifendes Wissen zur Situation Geflüchteter in Europa und Beratungs- undPlanungskompetenz für die eigene Arbeit in der Weiterbildung. Durch Vergleich der Integrationsgrade und Inklusionsansätze indiesen beispielhaften Ländern lernen die Projektteilnehmer*innen Best–Practice, ähnliche und neue Ansätze der Arbeit mitGeflüchteten kennen.Durch Adaption von Ideen für die Arbeit im eigenen Land wird so auch die Annäherung europäischer Standards in derBildungsarbeit und in der sozialen Arbeit mit Geflüchteten initiiert. Zugleich entsteht durch diese Lernaktivitäten ein Netzwerkinnerhalb der europäischen Erwachsenenbildung. Dies ermöglicht durch regelmäßigen Austausch der beteiligten Praktiker*innen zuden Migrations- und Fluchtbewegungen im Projektzeitraum und darüber hinaus (z. B. durch Weiterpflege des Netzes überquartalsweise Newsletter o.ä.) schneller als bisher auf Bildungs- und Planungsbedarf in der Arbeit mit Geflüchteten zu reagieren.

Eine so entstehende länderübergreifende Bildungs-Task Force als Pendant zu multilateralen Arbeitsgruppen auf der politischenEbene kann wichtige Anregungen und Informationen auch in die regionalen und lokalen Bildungsnetzwerke der beteiligten Ländereinspeisen und geeignete Follow-Up Maßnahmen, wie zum Beispiel die Erstellung eines Europahandbuches für die Flüchtlingsarbeitanregen.

Die Partner des Programms

Kontakt

Baltadorou 11, Thessaloniki,54631
Tel: 2313053435,
Mobil: 6943112212,
Εmail: info@dialogos.net.gr

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